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Kartendrama gelöst! Expertenrat bei 96 entwickelt neues Konzept

Nachdem es bei Hannover 96 in der Vergangenheit mehrfach zu Unstimmigkeiten über Maßnahmen der Vereinsführung gekommen war, hat der Verein einen Expertenrat einberufen. Dieser arbeitet seit zwei Wochen intern an einem neuen Lösungsansatz. Heute stellte der Verein erste Ergebnisse vor.

Bei Hannover 96 ist man mächtig stolz auf die Ideen, die aus dem Expertengremium hervorgehen. Präsident Kind schwärmte bei der Präsentation vor einigen Pressevertretern von einer „revolutionären Technologie“, welche die „Unstimmigkeiten, rund um die Kartenvergabe und Platzzuweisungen, Ein für Alle Mal aus der Welt schaffen“ soll.

Der Rat besteht aus den führenden deutschen Experten in Sicherheitsfragen. Mit dabei sind Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der Innenminister von NRW – Ralf Jäger, der Ex-Innenminister Niedersachsens – Uwe Schünemann, der Vorsitzende der Deutschen Polizei Gewerkschaft – Rainer Wendt, sowie der Sicherheitsbeauftragte von Hannover 96. Außerdem sind einige technische Berater der Brooks Automation GmbH bei den Sitzungen anwesend, die bisher dreimal wöchentlich stattgefunden haben. Der Vorschlag des Gremiums ist weltweit einzigartig und gilt als zukunftweisendes Konzept – auch über den Fußball hinaus.

Hannover 96 will Dauerkarteninhaber in Zukunft mit subkutanen RFID-Chips ausrüsten. Dabei wird den Betreffenden ein Mikrochip unter die Haut implantiert. Mittels Lesegeräten die am Stadioneinlass, in den Sitzreihen der „Problemblöcke“, etc. installiert werden, können die Sicherheitskräfte jederzeit feststellen, wer sich wann wo im Stadion aufhält.

„Bei Ausschreitungen oder dem verbotenen Einsatz von Pyrotechnik, können wir so gezielt diejenigen ausfindig machen, die sich in unmittelbarer Nähe befunden haben. Das erleichtert uns die Suche nach möglichen Zeugen und Tätern enorm.“

erklärt Martin Kind voller Begeisterung. Auch eine Ausweitung der Technik auf das bargeldlose Zahlungssystem im Stadion wäre durchaus denkbar: “Mit den entsprechenden Daten auf dem Chip, wäre eine sofortige Abbuchung vom Bank- oder Kreditkartenkonto kein Problem.” sagte dazu einer der technischen Berater.

Aber das ist noch längst nicht alles: Auch bei der An- und Abreise zu Spielen kann, mittels GPRS, auf einige Meter genau ermittelt werden, wer sich wann wo aufhält – Straftäter wären so schnell überführt und kollektive Zwangsmaßnahmen, wie gemeinsame Busanreisen, gehörten damit endgültig der Vergangenheit an. Verfassungsrechtliche Bedenken am eigenen Konzept haben die Experten und Verantwortlichen keine. „Es liegt ja im Ermessen der Kunden, ob sie einen Vertrag mit dem Verein eingehen möchten.“ sagte Ex-Innenminister Friedrich am Rande der Präsentation dazu.

Unklar bleibt, ob Hannover 96 diese Maßnahme für alle Dauerkarteninhaber im Stadion umsetzen will, oder nur für die bekannten “Problemblöcke” N16/17. „Das ist ja auch eine Kostenfrage…“ erläuterte Martin Kind den anwesenden Journalisten. Wichtig sei vor allem, dass man hier an einer „für alle zufrieden stellenden Problemlösung“ arbeite, die „Kollektivstrafen und Zwangsmaßnahmen in Zukunft unnötig“ mache. Vertreter der verschiedenen Fan-Initiativen waren bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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